Die Eingabepalette

Alles Paletti?! Nie wieder suchen und fluchen!

Wo finde ich das… Zeichen? Wie kann ich… eingeben?

 

Die absolut schönste und praktischste Sache an FORTE ist die Eingabepalette. Alle, wirklich alle Elemente, die du jemals in deiner Partitur brauchen kannst, findest du dort!

Wir finden, es ist an der Zeit, uns die Palette einmal genauer anzuschauen und Dir alles zu zeigen, was es dazu zu wissen gibt. Die Palette hat insgesamt verschiedene 10 Reiter.

 

Der erste und wichtigste Reiter heißt “Noten”.
Wenn du FORTE öffnest, siehst du meist genau diese Ansicht:

 

 

Im oberen Teil befinden sich die Notensymbole, Notenköpfe, Akzidentien, Halte- und Legatobogen sowie das Triolenwerkzeug. Im unteren Teil befindet sich die virtuelle Klaviatur.

Über die Notensymbole müssen wir dir nichts erzählen. Viertel, Achtel und punktierte halbe Noten kennst du aus dem Effeff.

Aber wusstest Du schon, dass du mit dem Symbol ganz links – “Viertel- über Achtelpause” – zwischen Noten- und Pausenzeichen hin und her schalten kannst. Für den ganz seltenen Fall, dass du einmal ein Pausenzeichen manuell verändert möchtest.

Ein weiteres interessantes Symbol findest du neben der 128stel: Hier kannst du die Kopfform der Noten verändern und anpassen.

Neben den Akzidentien (bb, b, Auflösung, # und x) findest du eine leere Klammer. Wenn man an ein Vorzeichen erinnern möchte, wird dies in einer so genannten Erinnerungsklammer notiert. Klicke zunächst das Vorzeichen und dann die Klammer an. Der Mauszeiger wird zu einem Fadenkreuz, das du über der entsprechenden Note platzierst.

Das letzte Symbol in der Reihe ist das Triolenwerkzeug. Dies benötigst du auch, wenn du etwas “exotische” X-Tolen eingeben möchtest, zum Beispiel Quintolen oder Sextolen oder die wunderschönen 18-Tolen, die du bei Chopin mal findest. Wie genau das funktioniert, haben wir dir hier mit einem Video erklärt.

Bei der virtuellen Klaviatur findest du links und rechts kleine Pfeile, mit denen du die anderen Oktaven erreichen kannst. Wenn du Akkorde eingeben möchtest, kannst du das Akkordsymbol am rechten unteren Rand der Klaviatur aktivieren und entsprechend wieder deaktivieren. Achtung! Wenn du viel mit Akkorden arbeitest, zum Beispiel bei Chor- und Klavierliteratur, ist es wichtig mit den richtigen Stimmebenen zu arbeiten. Wie das funktioniert, haben wir dir hier erklärt. Mit Video!

 

Akzente / Techniken

In diesem Reiter findest du Akzente, Spieltechniken und (seit FORTE 8) Fingersätze. Wenn du mit dem Mauszeiger über einem dir unbekannten Element verweilst, wird dir der Name oder eine Erklärung des Elements angezeigt.

All diese Elemente werden gleich eingegeben: Element auswählen, und mit dem Fadenkreuz über der gewünschten Note platzieren. Die Elemente lassen sich über Rechtsklick und Eigenschaften bearbeiten. Ihre Position lässt sich bei gedrückter strg-Taste mit den Pfeiltasten anpassen.
Achtung! Kombinierte Fingersätze (z.B. für Gitarre) werden erst mit dem nächsten Update bereit gestellt.

 

Lautstärke

In diesem Reiter sind die Zeichen für dynamische Eintragungen. Die statischen Symbole (mf bis pppp) werden ähnlich der Akzente oben eingegeben. Die Symbole, die einen Verlauf darstellen (cresc bis >) werden mit einem Anfangs- und einem Endpunkt eingegeben.

Auch hier lohnt sich ein Blick in das Eigenschaften-Fenster, um beispielsweise Aussehen, Wiedergabe und ähnliches feiner zu justieren.

 

Tempo

Hier findest du die verschiedenen Möglichkeiten Tempo und Tempoänderungen einzutragen. Die Angabe “Viertel gleich 60” lässt sich über einen Rechtsklick genauer bestimmen und verändern. Wenn du die italienische Tempobezeichnung “Andante” auswählst, öffnet sich unterhalb eine Auswahl:

Durch die rot markierte Pfeilspitze gelangst du zur Auswahl von Larghissimo bis Prestissimo. Du kannst die Bezeichnung auch im Auswahlfeld noch manuell ergänzen (“ma non troppo” etc), bevor du sie in die Partitur einträgst. Im Eigenschaftenfenster kannst du die Angaben noch nachbearbeiten: Du kannst zum Beispiel die Wiedergabegeschwindigkeit einrichten oder auch die Position verändern.

 

Text / Akkorde

Dieser Reiter ist wirklich vollgepackt! Hier findest du alle wichtigen Elemente rund um den reinen Notentext. Lass uns dies der Reihe nach anschauen. Das Feld “Titeltext” ganz links ermöglicht dir eine Ergänzung oder Bearbeitung der Informationen des Stücks. Seit FORTE 8 geht das sogar noch komfortabler mit einem Dialogfenster und sieht so aus, wenn du drauf klickst:

Damit du deine Ausdrucke nun immer ohne Mühe zuordnen kannst, gibt es seit FORTE 8 auch die Möglichkeit Kopf- und Fußzeile einzurichten.

Mit dem Button “Text” kannst du, wie du dir sicher gut vorstellen kannst, frei Hand Text in das Notenblatt einbringen. Der nächste Button “Marker” wiederum ist an eine Zählzeit der Partitur gebunden. Du könntest damit zum Beispiel Spielanweisungen eintragen oder Liedabschnitte kennzeichnen. Dies ist auch für die Wiedergabe spannend, denn hier kannst du nicht nur Takt und Zählzeit, sondern auch Marker, Probeziffern und Text als Startpunkt der Wiedergabe auswählen (Reiter “Wiedergabe” -> “Gehe zu”).

Wo wir gerade dabei sind: Probebuchstaben bzw. Probeziffern findest du auch in diesem Reiter der Eingabepalette, zwischen Liedtext und dem Akkordsymbol. Dieses Element steht stets am Anfang eines Takts. Wenn du das nicht möchtest, kannst du dieses Element wie alle anderen auch durch gedrückte Strg-Taste & den Pfeiltasten bewegen.

Kommen wir zu einem wirklich wichtigen und viel gefragten Thema: Liedtext!

Bereits hier in der Palette kannst du den Typ (Strophe, Refrain, Block) und die grundlegende Position des Liedtextes (über, unter oder zwischen den Zeilen) festlegen. Wähle die Note in der Partitur aus, bei der Dein Liedtext beginnen soll. Tippe deinen Text ein: Mit dem Leerzeichen kannst du die Silben trennen und der nächsten Note zuordnen. Mit einem Binde- oder Unterstrich kannst du die Silbe über Notenwerte halten lassen.

Im Eigenschaftenfenster des Liedtextes kannst Du weitere Strophen ergänzen: Wähle dazu einfach im Reiter “Text” die entsprechende Nummer aus. Mit einem Rechtsklick auf den jeweiligen Strophentext in der Partitur kannst du übrigens die Strophennummer ein- oder ausblenden lassen.

Wenn du häufig Chorsätze schreibst, dann weißt du ja schon, wie man mit mehreren Stimmen arbeitet. Du weißt auch, dass es wichtig ist, in den Layouteinstellungen genug Platz für alle Noten aller Stimmen und für den Liedtext einzurichten. Aber wusstest du auch schon, dass du den Stimmen jeweils unterschiedlichen Text zuordnen kannst?

Wenn du die entsprechende Stimmebene im Hauptreiter “Start” auswählst, kannst du erneut einen Text für die Strophe 1 eingeben.

Nun zu den Akkorden.

Wenn du das Akkordsymbol anklickst, öffnet sich ein Fenster mit dem du die Akkorde konfiguieren kannst. Die häufigsten findest du oben in der Schnellauswahl, alle anderen kannst du dir nach Herzenslaune zusammenstellen, mit Zusätzen versehen und so weiter. Du kannst auch wählen, ob du nur den Namen und / oder das Griffbild angezeigt bekommen möchtest. In der linken Ecke des Fensters gibt es unter “Stil” diese Möglichkeit einzurichten.

Wie du die Sprache der Akkorde festlegen kannst, haben wir dir hier erklärt. Diese Einstellung kannst du nicht über die Eingabepalette vornehmen.

Achtung! Eigene Griffbilder kannst du im Moment noch nicht mit FORTE erstellen. Wenn du lieber mit Tabulaturen arbeiten möchtest, haben wir hier ein Tutorial für dich vorbereitet.

Das letzte Symbol im Reiter “Text / Akkorde” ist für die Pianisten am interessantesten:

Hier kannst du den Pedaleinsatz in die Partitur eintragen und dir auch deinen bevorzugten Notationsstil dafür aussuchen.
Wow! Hier steckt echt viel drin, oder?

 

Tonart

Du kannst hier sehr komfortabel mit zwei Klicks eine neue Tonart aussuchen und einfügen. Und das ohne dass du den Quintenzirkel mit seinen Merksprüchen herunterbeten musst: Du kannst nämlich sowohl die Tonart als auch die Anzahl an Vorzeichen aussuchen zum Eingeben. Ein Klick mit der Auswahl in den gewünschten Takt der Partitur und weiter geht’s mit frischer Tonart :-)

 

Taktart

Damit du nicht lange suchen und unnötig Herumtippen musst, sind die häufigsten Taktarten hier schon vorbereitet zur Auswahl. Natürlich kannst du auch eigene Taktarten anlegen. Dies geht im Eingabefeld auf der rechten Seite dieses Reiters. Da FORTE taktbasiert funktioniert, ist es manchmal notwendig, das metrische System anzupassen. Wann du das brauchst und wie das funktioniert, haben wir dir hier erklärt.

 

Schlüssel

Ein Klick und du hast den richtigen Schlüssel. So soll es sein, oder? Die Oktavverschiebungen 8va, 8vb und 15ma funktionieren in der Eingabe so ähnlich wie die dynamischen Eintragungen: Auch hier legst Du Anfangs- und Endpunkt fest.

 

Verzierungen

Was wäre die Musik ohne Triller und ohne Praller? Wie eine Torte ohne Zuckerguss! In diesem Reiter findest du alle Verzierungsmöglichkeiten für deine Noten. Auch hier wird dir durch ein Mausover (also ein Verweilen des Mauszeigers auf dem Symbol) eine Erklärung angezeigt. Achtung! Arpeggio und Glissando werden bei der Wiedergabe nicht berücksichtigt. Um ein Glissando zu setzen, musst du einen Rahmen um die beiden Noten ziehen, die miteinander verbunden werden sollen.

 

Wiederholungen

Und weil’s so schön ist, nochmal von vorn! Hier findest du für kleine Abschnitte “Faulenzer” und für große Abschnitte Wiederholungszeichen in allen Formen, Namen und Größen.

Bei der Wiedergabe berücksichtigt FORTE die Wiederholungsangaben für die großen Abschnitte (also den Doppelpunkt-Doppelstrich, das Häuschen und die textlichen Angaben wie “D.C.”). Faulenzer werden bei der Wiedergabe nicht berücksichtigt.

Lass uns kurz einmal die Häuschen anschauen:

Wenn du ein Häuschen setzt, kannst du den Wert in den Eigenschaften einstellen. Auch die Form der Klammer kannst du bestimmen. Beim zweiten, dritten, … Häuschen geht die Klammer jeweils nie länger als einen Takt.

Wenn du lieber mit den Textbezeichnungen arbeiten möchtest, sieht das so aus:

Ähnlich wie bei den italienischen Tempobezeichnungen oben hast du hier ein Feld und einen Auswahlpfeil, der dir von “D.C.” bis “Fine” alles an Wiederholungstexten anzeigt. Diese werden dann zählzeitgebunden mit einem Klick in die Partitur eingebracht. Und voila, weil’s so schön ist, nochmal von vorn!

 

 

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